Inhalt: Playback-Theater-Netzwerk e.V.

Seit der Einführung des Playback Theaters 1987 in der Schweiz, entstanden im deutschsprachigen Raum nach und nach weitere Playback Theater Gruppen.

2005 wurde der gemeinnützige Verein Playback-Theater-Netzwerk e.V. in Frankfurt gegründet.

Ein wichtiges Projekt des Vereins ist die „Schule für Playback Theater“, die seit 2005 u.a. die Sommerkurse in Germerode durchführt.

Der Verein fördert regionale, nationale, europäische und internationale Zusammenarbeit in pädagogischen, sozialen, soziokulturellen, künstlerischen, sozialpolitischen, bildungspolitischen und gesellschaftlichen Fragen.

Er leistet einen Beitrag zur interkulturellen und generationsübergreifenden Begegnung, führt Kongresse, Symposien, Seminare und internationale Begegnungen durch und fördert Projekte in Kunst, Bildung und Politik.

Playback Theater ist inzwischen an verschiedenen Bildungseinrichtungen und auch an einigen Hochschulen vertreten.

Durch Ihre persönliche Mitgliedschaft im Verein können Sie die Entwicklung, Verbreiterung und Vernetzung von Playback Theater unterstützen!

Organigramm Playback-Theater-Netzwerk e. V.

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    descriptionOrganigramm Playback-Theater-Netzwerk e. V.

Leitbild - Ethische Richtlinien des Vereins PTN e.V.

Der gemeinnützige Zweck des Vereins ist die Förderung von Kunst und Kultur, sowie von internationaler Gesinnung, Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens.

Die nachfolgenden Regeln werden von den Mitgliedern des Vereins fortlaufend beraten, verabschiedet und veröffentlicht.

Sie gelten für alle ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder des Playback-Theater-Netzwerks e.V. sowie für alle verantwortlich Tätigen in der Fort- und Weiterbildung des Vereins.

Sie dienen

  • als Handlungsorientierung für Vereinsmitglieder und Trainer_innen der Playback Theater Schule
  • dem Schutz der Teilnehmenden
  • zur Information der Öffentlichkeit über die ethischen Standards
  • als Grundlage für die Abklärung bei Beschwerden

Wir orientieren uns an den Ritualen, Werten, Prinzipien und Praktiken des Playback Theaters nach Jonathan Fox und sind einem humanistischen Menschenbild verpflichtet; wir setzen uns dafür ein, dieses Wissen zu vertiefen und zu verbreiten.

Situativ nutzen wir geeignete Möglichkeiten, um Vorurteile anzusprechen, die bewusst oder unbewusst von Erzähler_innen oder Workshop-Teilnehmer_innen ausgedrückt werden.

Wertschätzung

Anliegen und Ziel jeder Aktivität im Playback Theater ist der Respekt und die Wertschätzung für jeden Menschen.

Daher gestalten wir den Kontakt mit unseren jeweiligen Erzähler_innen, Publikum, mit Gruppenmitgliedern, Teilnehmer_innen und Kolleg_innen jederzeit respektvoll und in der Achtung ihrer Integrität.

Wir lassen die Ereignisse einer Aufführung aus dem Moment heraus entstehen, ohne vorherige Festlegung oder Beeinflussung.

Inklusivität

Wir sind offen für jegliche Geschichte und auch bereit, uns innerhalb einer Geschichte mit ethischer Komplexität auseinander zu setzen.

Wir versuchen, solche Stimmen einzubeziehen, die in unseren Gemeinschaften häufig ungehört sind.

Kompetenz

Wir verpflichten uns, das Playback Theater entsprechend unseres Fähigkeitsstandes auszuüben bzw. zu lehren und nicht darüber hinaus.
Wir verpflichten uns, dafür zu sorgen, dass wir für jegliches Playback Theater Projekt, das wir übernehmen ausreichend ausgebildet und supervidiert sind, uns bei Bedarf weiterzubilden.

Die Mitglieder des Vereins verpflichten sich, nur solche Leistungen anzubieten, für die sie eine entsprechende Qualifikation und Kompetenz erworben haben.

Vertraulichkeit und Datenschutz

Die Mitglieder des PTN behandeln Informationen über Personen und Institutionen vertraulich.

Die Weitergabe solcher Informationen ist nur statthaft, wenn sie im Interesse der Betroffenen liegt und mit deren ausdrücklicher Einwilligung geschieht.

Die Mitglieder des PTN sorgen dafür, dass alle Aufzeichnungen und Abbildungen, welche Informationen vertraulicher Art enthalten, vor dem Zugriff Dritter geschützt bzw. nur mit Einverständnis der Betroffenen verwendet werden.

Wir erkennen an, dass Geschichten, die in einer Aufführung erzählt werden, nicht der Vertraulichkeit unterliegen. Wir verpflichten uns jedoch, diese nur in einer respektvollen und diskrete Art und Weise weiterzuerzählen oder zu verschriftlichen.

Professionelle Beziehungsgestaltung

Die Teilnehmer_innen werden infomiert über

  • die Art der Methode
  • die Qualifikation der Trainer_innen
  • die finanziellen Bedingungen - Honorar, Steuer, Zahlungsmodus, Kostenerstattung und wie versäumte bzw. ausgefallene Kursteile abgerechnet werden
  • die Schweigevereinbarung über persönliche Inhalte
  • die Selbstverpflichtung der Trainer_innen
  • die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines Beschwerdeverfahrens

Kooperation und Transparenz

Wir setzen uns für die Aufrechterhaltung respektvoller, kooperativer und unterstützender Beziehungen innerhalb der Playback Theater Gemeinschaft ein.

Wir respektieren die Grenzen zwischen Gruppen und machen es uns zur Aufgabe, mit unseren Kolleg_innen transparent zu sein, vor allem in solchen Bereichen, die möglicherweise finanzielle oder berufliche Auswirkungen haben, auch in Hinblick auf finanzielle Unterstützer.

Wir respektieren geschütztes Material des jeweils anderen, einschließlich der Namen von Gruppen, Werbematerialien und Projektbeschreibungen.

Gruppen, Trainingsvorhaben oder Trainer_innen, die sich geografisch nah sind, sollen verhandeln und regionale Abkommen respektieren.

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Beschwerdemanagement des PTN e.V. / Umgang mit Beschwerden
a. Eingang einer Beschwerde

Beschwerden gegen Mitglieder des Vereins oder Trainer_innen der Schule für PT des PTN e.V. werden bei der Geschäftsstelle des PTN e.V. schriftlich eingereicht.

  1. Der Vorstand und die Beschwerdekommission bemühen sich, mit der Beschwerde führenden Person um eine Klärung des Sachverhaltes.
  2. Der Vorstand kann die Klärung je nach Fall teilweise oder ganz an die Beschwerdekommission delegieren bzw. b.B. externen Sachverstand einholen.

b. Beschwerdekommission

Dieser Kommission gehören nach Möglichkeit Frauen und Männer paritätisch an.

Die Berufung der Kommission erfolgt für 2 Jahre durch den Vorstand.

c. Intervention bei einer Beschwerde

Ergibt die Klärung des Sachverhaltes einen möglichen Verstoß gegen den ethischen Kodex (Selbstverpflichtung, Leitbild), werden je nach Abwägen der Schwere des Verstoßes vom Ausschuss Interventionen eingeleitet; diese können sein z.B.:

  1. ein Kommentar zur Handlungsweise
  2. eine Empfehlung für zukünftiges Handeln
  3. eine Ermahnung, bestimmte Handlungen zu unterlassen
  4. eine Aufforderung, sich gegenüber dem Beschwerdeführenden zu entschuldigen

Besonders schwere Verstöße können zum vorübergehenden oder endgültigem Ausschluss aus dem Verein führen.

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